Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahl: 19. April 2010
Prenzlauer Zeitung vom 21.04.2010
Das Ensemble hat sich einen ausgezeichneten Ruf ersungen
Musik: Der Uckermärkische Konzertchor wählt einen neuen
Vorstand. Dagmar Krecker führt den 90 Mitglieder zählenden
Verein weitere vier Jahre.

Prenzlau (LM). Der
Uckermärkische Konzertchor hat einen neuen Vereinsvorstand
gewählt. Am Montagabend trafen sich 36 der insgesamt 90 Choristen
im Kleinkunstsaal des Dominikanerklosters, um turnusmäßig an
die Wahlurne zu treten und über den
neuen Vorstand abzustimmen.
Die bisherige Vorsitzende Dagmar Krecker wird auch in den kommenden
vier Jahren an der Spitze des Vereins stehen. Ebenfalls in den Vorstand
gewählt wurden Thilo Glöde, Helga Gottesbühren, Cornelia
Streich und Wolfgang Weniger; als kooptiertes Mitglied wirkt
Jürgen Bischof,
künstlerischer Leiter des Chores, im Vorstand mit.
Kennt man die Choristen für gewöhnlich auf der Bühne
stehend, die Notenmappe in der Hand und singend, so hat man kaum eine
Vorstellung davon, welch immenser Arbeitsaufwand sich hinter den
zahlreichen Auftritten verbirgt und wie wenig die Vereinsarbeit oft mit
dem Singen zu tun hat. Für Angelika Neblich bedeutete ihr Wirken
im Vorstand in den vergangenen 16 Jahren vor allem die
Beschäftigung mit Zahlen. Akribisch und absolut gewissenhaft, so
das Lob der Vereinsvorsitzenden, habe Angelika Neblich Bücher und
Konten geführt. Dass sie künftig diesen Job an den Nagel
hängt, bedeute einen Verlust. „Aber wir haben Verständnis“,
setzt Dagmar Krecker nach und freut sich, dass die langjährige
Sangesschwester dem Chor dennoch die Treue halten will.
Auf Kontinuität ist das Ensemble angewiesen. Schließlich hat
man sich einen Ruf ersungen. Das Klostergartenkonzert, die
Sponsorenkonzerte für die Sparkasse Uckermark und die
traditionellen Weihnachtskonzerte sind „zum Aushängeschild
für unsere Region geworden“, heißt es im Bericht zur
Jahreshauptversammlung. Darin lässt Dagmar Krecker die vergangenen
zwei Jahre Revue passieren und blickt auf eine erfolgreiche Zeit
zurück. Erinnert an Höhepunkte wie beispielsweise die
Teilnahme an der 27. Konzertnacht in der Neubrandenburger
Konzertkirche, mit der man sich einen lang gehegten Wunsch
erfüllte. Konzerte in Prenzlau und der Uckermark, in Wittenberge
und Stettin standen auf dem Programm; die Zusammenarbeit mit
renommierten Ensembles und Solisten wurde auch in den
zurückliegenden zwei Jahren fortgesetzt, im Rahmen der
Konzertreihe „Berühmte Chöre zu Gast in Prenzlau“ fungierten
die Sänger als Organisatoren, Betreuer und Gastgeber für den
Tölzer Knabenchor und 2008 erschien die CD „Adeste fideles“ mit
einem Querschnitt aus 20 Weihnachtskonzert-Jahren.
Das zu bewältigende Pensum ist groß, Disziplin
vonnöten, um alles zu meistern. „Das muss man immer wieder
anerkennen“, lobt Jürgen Bischof das Engagement „seiner“
Choristen, die durchaus das ein oder andere Mal Kritik einstecken,
stets hohen Ansprüchen gerecht werden und sich immer wieder selbst
neu fordern müssen. „Das ist alles freiwillige und ehrenamtliche
Arbeit. Dafür gibt es kein Geld. Nur Beifall und die Begeisterung
des Publikums.“
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